Mädchen in Superwoman-Pose

Projekt Bären­stark

Mit dem Präventions­projekt an Volks­schulen wollen wir gemein­sam mit Kindern zum Thema Gewalt arbeiten. Im Vordergrund steht die Aufklärung und Stärkung von Kindern zum Schutz vor Gewalt.

Inhalte

  • Selbstbewusstsein stärken
  • Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
  • Unterscheidung zwischen guten und schlechten Geheimnissen
  • Grenzen setzen und die Grenzen anderer berücksichtigen
  • Möglichkeiten, sich zu schützen und sich Hilfe zu holen

Wirkung

Information, Aufklärung und Stärkung von Kindern zum Schutz vor Gewalt.

Innovative Aspekte

Integration der Gewaltprävention im Schulalltag.

Aufbau

Kontaktaufnahme mit der Schule und den Lehrpersonen

Zu Beginn des Projektes werden in Elternabenden die wichtigsten Themen der Präventionsarbeit vorgestellt.

Im Anschluss wird an zwei Vormittagen in der Schule mit Kleingruppen zur Gewaltprävention gearbeitet.

Nach Beendigung des Projektes findet ein Abschlussgespräch und ein Austausch mit den Lehrpersonen statt.

Wer

Mag.ª Julia Millonig, Pädagogin, Psychotherapeutin

Das Kinderschutzzentrum Innsbruck ist eine Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche, die von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Wir verfügen über mehr als 20 Jah­re Erfahrung in diesem Bereich.

Infos und Anmeldung

Kinderschutzzentrum Innsbruck
Museumstraße 11, 6020 Innsbruck,
Telefon 0512/58 37 57, Fax 0512/58 37 57-15

innsbruck@kinderschutz-tirol.at

Das Angebot ist für die Schulen kostenlos.

 

Kurzbeschreibung des Projekts

Der Tiroler Kinderschutz ist bekannt als Anlaufstelle in Fragen von psychischer, sexueller und körperlicher Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Mit „Bärenstark“ hat der Tiroler Kinderschutz im Jahr 2013 einen Namen gefunden für einen überaus wichtigen Teilbereich der Kinderschutzarbeit: die Gewaltprävention. Diese hat das Ziel, Kinder und Erwachsene über Gewalt aufzuklären, bevor sie stattfindet.

Konkret handelt es sich hierbei um eine Initiative, die außerhalb der Beratungsstelle stattfindet: Zwei MitarbeiterInnen gehen in die Schulen und erarbeiten dort in Workshops mit den Kindern, was es mit dem (Tabu)Thema Gewalt auf sich hat.

Zwei Vormittage pro Klasse werden dafür verwendet, Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, sie zu ermutigen, ihre Meinung zu sagen und „Stopp“ zu sagen, wenn Grenzen überschritten werden. Darüber hinaus werden verschiedene Formen der Gewalt aufgezeigt.

Kinder sollen dazu ermutigt werden, sich anderen anzuvertrauen, wenn sie schlechte Geheimnisse mit sich herumtragen. Sie sollen sich trauen, eigene Gefühle und Bedürfnisse zu äußern und  „Nein“ zu sagen. Die „KinderschützerInnen“ erarbeiten mit den Kindern gemeinsam konkrete Möglichkeiten, wohin sie sich in Notsituationen wenden können.

Neben der Gruppenarbeit mit den Kindern finden ausführliche Gespräche mit den LehrerInnen statt, sowie – von besonderer Bedeutung – ein Elternabend. Hier werden die Eltern informiert, die unterschiedlichen Formen der Gewalt besprochen, Materialien vorgestellt, Fragen beantwortet.

Durch die Arbeit mit einer  Schulklasse können so, bei einer Klassenzahl von 20 SchülerInnen, mindestens 62 Menschen verschiedener Altersgruppen erreicht werden. Zusätzlich gelangen über die Presse Berichte zur Thematik an die Bevölkerung.

Von dem, für Schulen, kostenlosen Angebot profitieren konnten bisher 10 Volksschulen im Oberland und in IBK-Land. Im Schuljahr 2015/16 werden die Präventionen im Tiroler Unterland und erstmals in Osttirol durchgeführt.

 

Förderer

Danke an das Land Tirol land_tirol