Evaluationsbericht bestätigt Hilfestellung für Imster SchülerInnen

Scheckübergabe Hype Bank Tyrol

BU: Die beiden Imster SchulsozialarbeiterInnen Christina Steixner (li.) und Philipp Bechter (re.) mit LR Gerhard Reheis und Michaela Pichler (2.v.li.), Autorin des Evaluationsberichtes. Foto: Land Tirol/ Ruppitsch - Abdruck honorarfrei

Schulsozialarbeit in Imst wird fixe Einrichtung

Vor zwei Jahren hat das viel versprechende und tirolweit einzigartige Pilotprojekt begonnen: Christina Steixner und Philipp Bechter wirken seither unter dem Motto “offen, freiwillig und vertraulich” als SozialarbeiterInnen für insgesamt 1.000 Kinder und Jugendliche an fünf Schulen in Imst: Dabei betreuen sie die Sport- und Musikhauptschule Unterstadt, die Hauptschule Oberstadt, die Polytechnische Schule sowie das Sonderpädagogische Zentrum. LR Gerhard Reheis sieht diese Arbeit durch den mittlerweile vorliegenden zweiten Evaluationsbericht mehr als bestätigt: “Die Imster Schulsozialarbeit ist eine unverzichtbare Einrichtung, die das schulische und soziale Klima gemeinsam mit SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern verbessert hat. Aus dem befristeten Pilotprojekt wird ab 1. Jänner 2011 eine fixe Einrichtung.”

Über 500 Beratungen von Jugendlichen und Eltern

Die Bilanz der beiden SchulsoziarbeiterInnen für das vergangene Schuljahr führt 501 Beratungen von Jugendlichen sowie 60 Beratungen von Eltern an. Anlass dazu gaben vor allem Konflikte in der “Peergroup” (also dem Kreis der Gleichaltrigen) oder der eigenen Familie, aber auch Fälle von selbstverletzendem Verhalten, Mobbing und Gewalt. Außerdem wurden 70 Präventionsprojekte und 54 Klasseninterventionen zu Themen wie Mobbingprävention, “Frauenpower und Männersachen”, Suchtprävention oder Sexualaufklärung durchgeführt.

LehrerInnen und SchülerInnen einhellig für Weiterführung

Die Imster SchulsozialarbeiterInnen werden sowohl bei eskalierenden Akutsituationen als auch präventiv für Problemsituationen aktiv. “Die Schulsozialarbeit wird laut Evaluation auf allen Ebenen des Schulsystems als große Hilfestellung im schulischen Alltag erlebt”, berichten Christina Steixner und Philipp Bechter. Abgesehen von der Lösung für Konfliktsituationen und der Entlastung der PädagogInnen werden positive Auswirkungen auf die Beruhigung und Konzentration im Unterricht, auf das Schulklima allgemein, aber auch die psychische Gesundheit und den Bildungsverlauf der einzelnen Jugendlichen festgestellt. “Die Imster SchülerInnen und LehrerInnen haben sich einhellig für die Weiterführung der Schulsozialarbeit ausgesprochen”, sieht sich LR Reheis bestätigt.